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Aktuelles  29.08.2011 (Archiv)

9/11: USA noch immer gekränkt

Die USA haben es bis heute nicht geschafft, das Terrorattentat vom 11. September 2001 in reifer Form aufzuarbeiten. Das behauptet der Traumaforscher Philipp Kuwert.

Der Psychiater, der die kollektive Bewältigung des Zweiten Weltkriegs in Europa untersucht hat, bezeichnet 9/11 als 'narzisstische Katastrophe eines ganzen Landes'. Er rät den USA, sich am zehnten Jahrestag des Geschehens endgültig von einer 'Gut-Böse'-Polemik zu verabschieden.

Kulturwissenschaftler vertreten die These, dass die Medien weltweit ein 9/11-Trauma geschürt haben. Kuwert sieht eine erhebliche Traumatisierung bei Überlebenden und Angehörigen des Attentats. So zeigen etwa Babys von New Yorker Müttern, die bei den Attentaten schwanger waren und eine posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) entwickelten, später einen messbar veränderten Hormonspiegel. 'Dieser belasteten Gruppe half es sehr, dass öffentlich viel über das Attentat gesprochen wurde', so der Mediziner.

Der 11. September 2001 war für die Supermacht USA jedoch nicht nur ein Trauma, sondern aus Sicht der Psychoanalyse auch eine enorme Kränkung. 'Wie zuvor nur bei Pearl Harbour fernab des Festlandes, verletzte nun ein Angreifer das Gefühl der USA, zu Hause stets absolut sicher zu sein, indem er mit dem World Trade Center und dem Pentagon zwei der wichtigsten Ikonen des Landes zerstörte. Das war die narzisstische Katastrophe eines ganzen Landes', so Kuwert.

Die Narzissmus-Theorie zeigt sich für den Experten auch in der unreifen Reaktion der Bush-Regierung. Schon unmittelbar auf den Vorfall begann sie damit, die Welt in 'Gut' und 'Böse' zu spalten, die USA zu heroisieren und das Übel an bestimmten Ländern festzumachen. 'Alles Unheil wurde nur draußen gesucht - zuerst etwa im Irak, obwohl diese Fährte zu den Tätern falsch war. Zudem verließ die USA die Legalität und baute das Gefangenenlager auf Guantanamo, um im Grunde bloß Gleiches mit Gleichem zu vergelten.'

Völlig anders ist jüngst Norwegen nach der Tragödie seines Massakers auf der Insel Utoya vorgegangen. Schon heute sei hier ein weit differenzierteres Vorgehen festzustellen als in den USA, so Kuwert. 'Deutlich wird dies in den Formen und Inhalten der öffentlichen Diskussion. Statt alles auf einen Bösewicht abzustreifen, fragte man sich in Norwegen, wie diese Katastrophe geschehen konnte und wie es um den Zustand der Gesellschaft bestellt ist.'

Immerhin sieht der Mediziner auch Hoffnungszeichen, verkörpert in Barack Obama. 'Es deutet auf gewisse Reife, wenn ein Land aus eigenen Kräften narzisstische Katastrophen auszugleichen versucht. Viele Gegenstimmen besonders auf Seiten der US-Intellektuellen erreichten ein Ende der Menschenrechtsverletzungen auf Guantanamo. Dazu braucht es eine freie Presse, die Ansichten auch fernab der Regierungslinie Platz gibt und Demokratie, die in den USA zweifellos eine lange Tradition hat.'

Für den zehnten Jahrestag der Attentate wünscht sich Kuwert eine Form der Erinnerung, die das Trauergeschehen angemessen würdigt, 'ohne dabei wieder in den martialischen Trommelschlag zurückzufallen und den Bösewicht zu verurteilen. Es wäre schön, wenn nach zehn Jahren eine vielschichtige Erinnerungskultur bisherige Heldenposen ablöst', so der Experte. Dies komme auch den Überlebenden und Angehörigen zugute. 'Trauer ist eine schmerzhafte und anstrengende Erinnerungsarbeit. Sie verschwindet nicht durch ein Wegwischen oder die Suche nach dem Bösen anderswo.'

pte/red

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#USA #Terror #Psychologie


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