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Aktuell  23.02.2012 (Archiv)

Sandstein-Ziegel und Skulpturen

Gebäude der Zukunft könnten aus dem 3D-Drucker kommen. Daran arbeitet das britische Unternehmen D-Shape, das bereits eine Skultpur auf Basis der eigenen Technoligie realisiert hat.

Im Gegensatz zum üblichen Druckprozess, wie er etwa im Rapid Prototyping einsetzt wird, bestehen die schichtweise erstellten Bauteile nicht aus Plastik, sondern aus Sand, der mit Bindemittel gefestigt wird. 'Der Weg zu gedruckten Gebäuden ist nur noch eine Frage des Geldes', erklärt der D-Shape-Vorsitzende Enrico Dini.

Der Drucker von D-Shape kann aktuell Bauteile in einer Größe von etwa 6 x 6 x 1 Meter herstellen. Dabei arbeitet sich das Gerät Schicht für Schicht vor. 'Pro Zentimeter brauchen wir acht bis 15 Minuten', sagt Dini. 'Wir schaffen also bis zu 320 Zentimeter pro Tag.' Die Mixtur aus Sand und epoxidfreiem Binder ergibt letztlich ein Material, das in Form und Oberfläche Ähnlichkeiten zu Sandstein aufweist. Als Testprojekte hat das Unternehmen bereits eine mehrere Meter hohe Skulptur errichtet. Im Gegensatz zu konventioneller Bautechnik erlaubt das Druckverfahren die schnelle Realisierung komplizierter Formen.

Der Produktion kompletter Gebäude, die sich zum Wohnen und Arbeiten eignen, ist allerdings noch Zukunftsmusik. 'Die Herstellung in Schichten stellt neue Herausforderungen an das Material', so der D-Shape-Chef. 'Im Gegensatz zu Beton wird die Substanz nicht gemischt. Zur Bearbeitung mit einem 3D-Drucker ist zudem eine gewisse Porösität Voraussetzung, deswegen ist nach dem Druckprozess eine Nachbehandlung notwendig, um Stabilität zu gewährleisten.'

pte/red

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#Forschung #Drucker #Ziegel


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