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Lieferanten  14.12.2012 (Archiv)

KMU können bei Strom sparen

Der Wechsel des Stromanbieters bietet für kleine- und mittelständische Unternehmen ein enormes Einsparungspotenzial. Bis zu 15% soll einfach möglich sein.

Die Bereitschaft zum Anbieterwechsel im Gewerbe ist derzeit noch gering, doch er zahlt sich aus. Aufgrund der Marktliberalisierung ist der Preiskampf zwischen den Anbietern hart und die Wettbewerbssituation angespannt. Genau diese Chance sollten neben den privaten Haushalten vor allem auch KMUs nicht ungenutzt lassen.

Online-Vergleichsportale bieten dafür eine erste Orientierung, doch wirklich aussagekräftig sind sie nicht immer. So wird man bei der E-Control-Austria erst ab einem Jahresverbrauch von mindestens 100.000 kWh als gewerblicher Betrieb eingestuft. Verbraucht man weniger, können Abnehmer die Preise zahlreicher Stromlieferanten miteinander vergleichen.

Der auf den ersten Blick billigste Anbieter entpuppt sich dabei manchmal als teurere Lösung. Wechselwilligen Unternehmern sei geraten, die Anbieter direkt zu kontaktieren und sich maßgeschneiderte Angebote unterbreiten zu lassen. Der mögliche Preisnachlass kann sich sehen lassen, ebenso die dadurch jährlichen Einsparungen im zweistelligen Prozentbereich. Wichtig dabei ist, mit den Lieferanten einen fixen Cent-Preis zu vereinbaren, der über einen möglichst langen Zeitraum hält.

Insbesondere angestammte Anbieter und Branchenführer sollten von den gewerblichen sowie privaten Kunden hinterfragt werden. Nicht selten nutzen sie ihre über die Jahre aufgebaute Marktmacht und breite Bekanntheit in der Bevölkerung, um vergleichsweise hohe Preise zu verlangen. Die Verbund AG, Österreichs führendes Stromunternehmen, wirbt aktuell offensiv mit preisgünstigen Angeboten und 'insgesamt 135 Tagen Gratis-Strom'. Für das darauffolgende Kleingedruckte braucht man dann beinahe einen Übersetzer.

Vor allem KMUs kämpfen im Zuge der Finanzkrise mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Die Fixkosten niedrig zu halten, ist für Firmenverantwortliche oftmals die oberste Prämisse auf der Ausgabenseite. Steigende Mieten - vor allem im städtischen Bereich - zwingen nicht selten zum Umdenken in der Chefetage. Doch aufgrund des ungünstigen Abnahmeprofils von KMUs ist der Wechsel schwieriger als gedacht. Der Stromverbrauch von kleinen und mittelgroßen Firmen ist aufwendiger zu prognostizieren als der von Privaten aber auch von Konzernen, die ihren benötigten Strom in großen Mengen beziehen.

Anbieter zeigen sich bei der Preisgestaltung gegenüber KMUs deshalb wenig flexibel. Sie gelten gewissermaßen als 'Verlierer' der Liberalisierung des Strommarktes. Doch nicht bei jedem Anbieter stößt man auf taube Ohren wie die Recherchen zeigen. Der Vergleich lohnt, und oftmals auch der Wechsel. Vor kryptischen Vertragsformulierungen, falschen Versprechungen und verdeckten Bedingungen, Steuern sowie Abgaben sei jedoch gewarnt.

Die Kosten für Strom steigen seit Jahren kontinuierlich. Durch die Erhöhung der Ökostrom-Umlage wird im kommenden Jahr wieder an der Preisschraube gedreht. In Deutschland beträgt die Steigerung 47 Prozent. Das heißt, die Kilowattstunde kostet zwischen Rhein und Oder künftig 5,28 Cent. Obwohl der Strommarkt bereits im Jahr 1998 liberalisiert wurde, haben seitdem nur 26 Prozent der Haushalte den Anbieter zu ihren Gunsten gewechselt. Vor dem Hintergrund der steigenden Stromkosten rechnen Experten allerdings mit einem wachsenden Bewusstsein innerhalb der Bevölkerung sowie beim Gewerbe.

pte/red

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#Strom #Energie #Sparen #KMU #Unternehmen


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