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Geld & Finanzen  23.03.2018 (Archiv)

Bitcoin: Schlechte Tage gehen zu Ende, Ausblick positiv

Die Kryptowährung Ethereum verlor in den letzten Tagen rund 25 Prozent des Werts. Aber auch der Bitcoin, der wohl bekannteste Vertreter der Kryptowährungen, musste in den letzten Tagen einen Wertverlust von mehr als 20 Prozent verbuchen.

Experten stehen vor einem Rätsel, da die Fundamentaldaten für die Blockchain-Technologie so gut wie noch nie sind - wieso schlägt der Markt also in die komplett gegengesetzte Richtung aus? Kritiker sprechen - wieder einmal - vom Ende der Kryptowährung und vom Platzen der Blase, doch der Bitcoin hat bereits mehrfach bewiesen, dass Totgesagte länger leben.

Kryptowährungen sind langweilig geworden

Die letzte Woche werden die Bitcoin-Fans wohl nicht so schnell vergessen: Gegen Ende der Woche verbuchte die Kryptowährung ein Minus von 20 Prozent - die Gründe für den Absturz? Einerseits war es Googles Ankündigung, nun keine Werbung mehr für ICOs, also virtuelle Börsengänge, zu machen, andererseits steht der G-20-Gipfel der Finanzminister bevor, die allesamt mit einer Regulierung des Kryptomarktes liebäugeln.

Die Regulierung wäre, so die Experten, das fast schon sichere Ende der Kryptowährungen. Bestätigt fühlen sich jetzt vor allem die Kritiker, die immer wieder von der Krypto-Blase warnten, die „jederzeit platzen“ könnte. „Der Krypto-Hype ist eine Blase, wie sie sonst nur in den Schul- und Lehrbüchern vorzufinden ist. Es geht nicht darum, ob die Blase platzt, sondern wann sie platzt“, so Analyst Stefan Hofrichter von Allianz Global Investors. „Das Interesse hat nachgelassen. Immer mehr Menschen haben bemerkt, dass Kryptowährungen keine Investment-Gelegenheit sind, wenn man schnell und risikofrei reich werden will“, so Lucas Nuzzi von Digital Asset Reserach. Mit dieser Aussage trifft Nuzzi einen wunden Punkt, denn der Bitcoin ist in den letzten Monaten tatsächlich langweilig geworden. Die Erholung, die vor allem im Zuge des chinesischen Neujahrfestes Mitte Februar erwartet wurde, blieb aus. Es gibt keine neuen Rekorde mehr, keine neuen Bitcoin-Millionäre und auch sonst keine interessanten Nachrichten - der Bitcoin, der noch im Jahr 2017 ständig in den Schlagzeilen war, kann einfach mit keinen außergewöhnlichen Neuigkeiten mehr punkten.



Auch die Google-Suchen sind eingebrochen - und zwar, seit Dezember 2017, um sagenhafte 82 Prozent. Kaum jemand sucht noch nach „wie funktionieren Bitcoins“ oder „wie kann man in Bitcoin investieren“. Auch die Anzahl der Transaktionen ging drastisch - und zwar um mehr als 50 Prozent - zurück. War das Jahr 2017 noch das Jahr der Kryptowährungen, so scheint das Jahr 2018 das genaue Gegenteil zu werden. Jedoch gibt es auch gute Nachrichten.

Feiert der Bitcoin ein Comeback?

Vorweg: Totgesagte leben länger - dem Bitcoin wurde schon so oft das Ende prophezeit, bislang konnte die Kryptowährung aber nach jedem Absturz neue Kräfte sammeln und wieder an alte Erfolge anschließen oder sogar neue Rekorde aufstellen. Nun scheint der Bitcoin zudem auch Hilfe zu bekommen.



So etwa vom Start-up „Lightning Labs“, das eine neue Testversion auf den Markt gebracht hat, sodass einerseits das Tempo der Überweisungen erhöht wurde, andererseits das Netzwerk entlastet werden konnte. Die Blockchain, die Technologie hinter den Kryptowährungen, befindet sich zudem seit geraumer Zeit auf der Überholspur - so befassen sich die hellsten Köpfe mit der Technologie, um diese noch besser zu machen. Selbst Großbanken, so etwa die JP Morgan Chase, sind bereits daran interessiert, die eigene Infrastruktur zu verbessern und werden wohl ebenfalls auf die Blockchain-Technologie zurückgreifen. Kann sich die Blockchain-Technologie also tatsächlich etablieren, so sind neue Bitcoin-Rekorde, die dann nach oben keine Grenzen kennen werden, vorprogrammiert.

Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie hier!

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