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Aktuell  26.09.2011 (Archiv)

Leak oder Hack: Polizisten im Web

Anonymous veröffentlichte die Daten der Polizisten in Österreich, Adresse und Geburtsdaten sind da auch mit dabei. Ob die Hacker sich Zugang zu geheimen Datenbanken verschaffen konnten oder die Informationen zugespielt bekommen haben, ist unklar.

Aktuell findet eine 'Volkszählung' in Österreich statt, die mehr einer Rasterfahndung denn einer Registrierung gleicht. Wenn Datenschützer diese Aggregierung von staatlichen Daten aus allerlei Quellen mit Hitlers 'Inventur' vergleichen und so auf das Recht auf Privatsphäre pochen, verwundert das nicht - die Statistik Austria bekommt damit einen Einblick in das Leben der Österreicher, wie nie zuvor...

Dass just zu diesem Zeitpunkt Anonymous, die bekannte Hackergruppe, mit ihrem Arm in Österreich auffällig wird, verwundert da wenig. Die Netzaktivisten prangern Schwachstellen an und machen auf problematische Entwicklungen aufmerksam. Neben Spaßaktionen gibt es so auch immer ganz konkrete Hinweise auf Grenzen, die überschritten wurden. Die Privatsphäre ist da eine der Arbeitsfelder bei Anonymous, wo man durch entsprechende Veröffentlichungen auf die Gefahren hinweist.

Was zuletzt etwa bei Kreditkartendaten aus dem Web passiert ist, hat heute Polizisten erwischt. Derer etwa 25000 wurden mit komplettem Datensatz ins Web gestellt. Geburtsdatum, Adresse, Name - all das kann man praktischerweise sogar mit eigener Funktion suchen. Woher die Daten stammen, ist unklar, in den Augen der Macher aber wahrscheinlich auch unerheblich. Wo Daten sind, können diese auch an die Öffentlichkeit kommen oder missbraucht werden.

Möglich ist, dass die Daten der Polizisten von staatlichen Rechnern gehackt wurden. Aber auch die Variante, dass Insider die Datenbank an AnonAustria weitergeleitet haben (Whistleblowing bzw. Leaks), ist möglich. Letzteres darf aber aufgrund der Meldungen bei Twitter am AnonAustria-Account vermutet werden.

Bewusst oder unbewusst zeigen die Aktivisten dadurch, wie problematisch es ist, wenn der Staat es mit der Sammelwut zu weit treibt. Was simple Polizeidaten anstellen können, sieht man hier - dass noch Datenbanken wie die Voratsdaten der Telefonanbieter über die Nutzung der Kommunikation oder die angesprochene Volkszählungsdatenbank existieren, läßt auf viel relevantere Ziele für Hacker oder Kriminelle schließen, die der Staat vorbereitet. Wenn Hacker damit etwas bewirken, dann hoffentlich Verständnis für dieses große Feld an künftigen Problemen.

Polizei-Verein, Vorratsdaten und Gefahren

Update: Lt. einem ORF-Artikel und Informationen aus dem Innenminsterium sollen die Daten aus der Datenbank eines polizeinahen Vereins stammen. Die Anzahl der Datensätze stimmt ziemlich genau mit der Anzahl Polizisten in Österreich überein, wäre also auch spannend, welcher Verein diese so vollständig besitzen kann. Selbst die Gewerkschaften zusammen dürften so umfassend nicht informiert sein, bleiben eigentlich nur Sozialversicherungen und andere staatliche Organisationen. Details gibt es 'aufgrund von Ermittlungen' noch nicht.

Derweil habe sich AnonAustria auch zu Wort gemeldet mit einer Begründung für die Aktion: Wie wir vermutet haben, ist die Datensammelwut rund um die Voratsdatenspeicherung ab 2012 der Ausgangspunkt für die Aktivitäten bei AnonAustria. Anonymous zeigt durch solche Veröffentlichungen exemplarisch innerhalb staatlicher Organisationen, was ansonsten geheim mit den Österreichern insgesamt passiert - die Vergläserung in elektronischen Registern nämlich. Entsprechend groß ist die Häme für die Bloßgestellten und die Unterstützung für die Anliegen von AnonAustria unter den Wahrern der Privatsphäre.

Außer Acht sollte man aber nicht die Gefahr für die Polizisten stellen, die teilweise schon im Ruhestand oder woanders aktiv sind. Unsere Stichproben zeigten, dass das Datenmaterial nicht aktuell ist, die einzelnen Betroffenen aber durchaus Angst vor den Übergriffen von Wirren sind.

Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie hier!

#Hacker #Polizei #Anonymous #AnonAustria #Datenbank #Leaks #Privatsphäre #Datenschutz



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