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Tipp  24.01.2023

Europaletten richtig beladen

Paletten sind zum Transport praktisch und durch die Standardisierung in der Logistik nicht wegzudenken. Doch wie kann man sie richtig aufladen, dass die Ladung auch nirgendwo Probleme beim Transport macht?

Der erste wichtige Schritt ist es, die Maße der Europalette zu kennen. Der EPAL-Standard schreibt hier eine Fläche von exakt 80 x 120 cm vor, das entspricht fast einem Quadratmeter (0,96 m2). Damit ergeben sich von der Grundfläche her schon die transportierbaren Waren. Wenn im eigenen Lager überstehende Elemente vielleicht weniger problematisch wären, sind sie es spätestens dann, wenn die Palette mit anderen gemeinsam bewegt werden soll. Jegliche Automatisierung ist dann ein KO-Kriterium für falsch beladene Euro-Paletten.

Der obenstehende Link verratet uns auch, wie viel Gewicht eine Europalette aufnehmen kann: Obwohl eine Standard-Europalette aus Holz nur rund 25 kg schwer ist, kann sie bis zu 1,5 Tonnen an Waren schleppen! Palettenholz ist erstaunlich stark und widerstandsfähig, schließlich werden die Paletten im Mehrwegverfahren nicht nur einmal benutzt, sie halten solche Kräfte auch für mehrere Transporte aus.



Damit das Anheben und sichere Bewegen der Europalette gewährleistet ist, sollte man beim Aufladen darauf achten, die Grundfläche möglicht komplett zu nutzen und das Gewicht darauf gleichmäßig zu verteilen. Schwere und stabile Dinge gehören nach unten, leichtere nach oben. Für manche Gegenstände ist eine entsprechende Umverpackung, ein Rahmen oder ein Gitterkäfig sinnvoll. Auf jeden Fall sind Schachteln in einem Teiler der Grundfläche der Maße der Europalette von Vorteil - so können Schachteln mit 40x60 zu je vier Stück pro Ebene schön auf einer Palette gestapelt werden. Auch das Maß der Halbpalette (80x60) oder Drittelpalette (80x40) ist ein übliches Paßmaß für Paletten. Kann das nicht gewährleistet werden, so stapelt man idealerweise an den Rand und füllt die Zwischenräume im Inneren mit Füllmaterial auf, damit die Palette nach außen 'voll' ausgefüllt ist. Da Holzpaletten auf Nachhaltigkeit ausgelegt sind, sollte man beim restlichen Verpacken ebenfalls auf wiederverwendbare oder zumindest klimaneutrale, umweltfreundliche Materialien setzen.



Ansonsten werden Stapel besser wie Ziegelmauern geschichtet. Mehrere Kisten übereinander bilden dann keine Säule sondern stehen versetzt aufeinander. Solcherart 'verschoben' können die Stapel nicht so einfach umfallen oder kippen - die ganze Palette wird stabiler. Auch hier braucht es Füllmaterial oder Kisten mit halber Größe, um den Versatz auf der Palette stapeln zu können. Zusätzlich oder wenn eine Mauerschlichtung nicht möglich ist ergänzend zur Stabilität kann man Zwischenebenen mit Einlagen bilden. Nach jeder Ebene an Ladung wird eine Folie oder ein starker Karton eingelegt, der verhindert, dass die einzelnen Stapel sich gegeneinander bewegen können. Zwischenlagen bekommt man bereits im richtigen Format, was auch das Stapeln aufgrund der vorgegeben Form erleichtert.

Für den Rand gibt es bei Verpackungsfirmen auch Pappcontainer, die den Rand der Palette sichern und markieren - man sieht beim Beladen gleich die mögliche Ausdehnung und schafft auch noch Schutz an den Kanten, damit es zu keiner Beschädigung der Ware kommen kann. Auch diese Container oder Rahmen bringen mehr Stabilität für die Ladung insgesamt.

Wirklich feststehend wird die Formation dann aber erst durch die Umreifung - Bänder oder Folien sorgen dafür, dass die ganze Ladung auf einer Palette zu einer Einheit wird, die nicht mehr lose abfallen kann. Stretchfolie reicht dazu nicht aus, die dient nur dem Schutz gegen Schmutz und Nässe. Es gibt aber Maschinen, die eine solche Folie so stark mit Schrumpffolie stabilisieren, dass auch Stabilität garantiert wird.

Palette mit überstehendem Inhalt senden
Viele Speditionen erlauben auch Überstand auf Paletten, auch wenn das nicht dem Standard entspricht. Hier muss man vorab die Möglichkeiten abklären, 10cm sind oft kein Problem, aber zur eigenen Sicherheit besonders zu schützen. Zusätzliche Platten zum Sichern anzubringen ist hilfreich. Gerade der Überstand wird zuerst beschädigt, wenn die Palette streift oder gerammt wird.


Und schließlich darf man auch nicht auf die Kleinigkeiten vergessen, die sonst noch mit einer Palette auf Reise gehen sollten. Ein Etikett mit Zieladresse und Absender etwa (oder dem Dokument in Plastiktasche drauf). Auch Warnhinweise (von der Feuergefahr bis zu Vorsicht vor Bruchschäden) gehören dazu und der Hinweis, wenn Paletten nicht aufeinander gestapelt werden dürfen (kleine Hütchen aus Karton verhindern das effektiv).

Eine gute Anlaufstelle für solches Zubehör und zur Ideensammlung für die richtige Verpackung sind enstprechende Hersteller von Kartonagen und Verpackungsmaterial - dort gibt es auch Anleitungen und alles Material zu deren Umsetzung. Die Regelungen für den Einsatz von Paletten in der Logistik finden sich wiederum formal dargestellt bei den Speditionen und Transportunternehmen, die meist zusätzliche Vorgaben (Packmaße, Höchstgewichte) haben.

Eine wichtige Vorgabe hierbei ist die maximale Höhe von Europaletten. Diese wird normalerweise inklusive der eigenen Höhe der Palette (14,4 cm) angegeben, d.h. man rechnet von dem Wert noch etwa 15 cm für die Palette selbst ab, wenn man die Ladehöhe definiert. Speditionen erlauben hier oft rund 2 Meter Ladung (oder geben die Kubikmeter auf Basis der Grundfläche vor - also etwa 2 Kubikmeter für ca. zwei Meter Höhe). Das hilft bei der Kalkulation der Frachtkosten, die oft auf Kubikmeter abzielt. Lieferdienste wie DHL schränken auf eine Palettenhöhe von 1,6m ein. Vielfach wird auch das Gewicht limitiert - 1,5 t sind Standard, manche ändern die Regel aber auch ab.

Fotos: Andrei / Sveta (Adobe Stock)

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#Transport #Logistik #Palette



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