Pakete werden teurer
Wer gerne günstig von außerhalb der EU bestellt, muss sich auf teure Gebühren einstellen. Die günstigen Gadgets aus China gehören der Vergangenheit an.
Schon seit fünf Jahren wurde auf ein Paket unter 150 Euro Warenwert die Umsatzsteuer eingeholt, 20% auf ein 3-Euro-Produkt machte den Preis so zu 3,60 Euro. Wer ein solches Paket 2026 erhält, hat neben etwaiger Portogebühren also genau das zu zahlen: 3,60 Euro.

Mit den Kosten, die Österreich und die EU für solche Bestellungen vorbereitet hat, ist heftig. Mit unterschiedlicher Absicht und Starttermin werden nun auch Zölle (pauschal unter 150 Euro), Bearbeitungsgebühren und Paketabgaben fällig, nächstes Jahr wird aus dem 3,60 Euro-Schnäppchen schnell ein 10,60 Euro-Einkauf. Und – was aktuell noch streitbar ist – es könnte auch zu Mehrfachabgaben und -versteuerung kommen. 5 Euro von der EU und 2,60 aus Österreich auf ein Paket im Wert von 3 Euro sind aber alleine schon heftig, die dafür notwendige Bürokratie wird einen guten Teil davon wieder auffressen. Nicht umsonst war bisher eine Produktwert-Mindestgrenze von 150 Euro für Gebühren die Untergrenze.
Grenzüberschreitender Handel im eCommerce wird so für alle teurer – das ist nicht gerade netzliberal, oder?

